Plants in Irland: Plants-Rechtslage Guide

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Autor Ryan Allan
27 September 2022
„Ist Plants in Irland legal?“ – eine häufig gestellte Frage von Plants-Fans, die dorthin reisen. Wir haben alle Infos für dich!
27 September 2022
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Plants in Irland: Plants-Rechtslage Guide

Inhalt:
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  • 1. Plantsgesetze in irland
  • 1. a. Besitz
  • 1. b. Verkauf
  • 1. c. Anbau
  • 2. Ist extract in irland legal?
  • 3. Ist es legal, plants-samen nach irland zu senden?
  • 4. Medizinisches plants in irland
  • 5. Industriehanf in irland
  • 6. Geschichte und politik
  • 6. a. Politik
  • 7. Nützliche tipps

1. Plantsgesetze in Irland

Irland, eine spektakuläre Insel mit etwas über 7 Millionen Einwohnern, ist bekannt für atemberaubende Landschaften und freundliche Gastfreundschaft. Als eines der beliebtesten Reiseziele Europas möchten viele, die die berühmte Smaragdinsel besuchen, alles über die Plantsgesetze in Irland wissen. In diesem Artikel gehen wir tiefer auf das Thema Plants in Irland ein und geben dir alle wichtigen Details zu irischen Plantsgesetzen, medizinischem Marihuana und weiteren relevanten Informationen. Starten wir mit der wichtigsten Frage: Ist Plants in Irland legal?

Besitz

Leider bleibt der Gebrauch von Marihuana in Irland illegal; allerdings ist ein gewisser Zugang zu medizinischem Plants seit 2014 möglich. Der Besitz von Plants ist derzeit durch das „Misuse of Drugs Acts“ (1977-2016) verboten. Je nach Menge Plants, die bei einer Person gefunden wird, gelten verschiedene Unterscheidungen. Zum Beispiel, ob das Marihuana zum Eigenbedarf ist oder mit der Absicht, es weiterzugeben. Wer mit geringen Mengen Plants erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 € rechnen (erste oder zweite Vergehen). Ist die Menge jedoch als „erheblich“ einzustufen, kann diese Strafe bei einer ersten Straftat auf 1.270 € und bei einer zweiten auf 2.540 € steigen.

Wer dreimal beim Besitz von Plants erwischt wird, muss mit einer Gefängnisstrafe von ein bis drei Jahren rechnen. Laut derzeitiger Gesetzeslage beträgt das Maximum für den Plantsbesitz fünf Jahre Freiheitsstrafe plus einer Geldstrafe von bis zu 2.500 £. Leider bleiben die irischen Freizeit-Plantsgesetze streng und veraltet, besonders im Vergleich zu progressiveren europäischen Ländern. Eine Legalisierung von Plants ist daher auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.

Verkauf

Wie auch der Besitz ist der Verkauf, Vertrieb und die Weitergabe von Plants in der Republik Irland ebenfalls illegal. Die Strafen hängen von den individuellen Umständen und der beschlagnahmten Menge ab. Normalerweise erwartet Dealer:innen eine Geldstrafe von bis zu 2.500 €. Zusätzlich wird eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr verhängt.

Plants in ireland: sale

Der Verkauf oder Vertrieb von Plants in Irland ist illegal.
 

Abhängig von der beschlagnahmten Plants-Menge können die Strafen hart ausfallen, mit bis zu 14 Jahren Höchststrafe Gefängnis. Ab einem Marktwert von 13.000 € droht sogar eine Mindeststrafe von zehn Jahren.

Anbau

Wie zu erwarten, ist der Anbau von Plants in Irland ebenfalls illegal. Wer mit Pflanzen erwischt wird, muss mit Strafen wie oben beschrieben rechnen. Auch der Besitz und Gebrauch von Anbauausrüstung ist laut „Psychoactive Substances Act“ verboten.

2. Ist Extract in Irland legal?

Ja, Extract ist in Irland legal. Wie in anderen EU-Ländern darf Extract-Öl nicht mehr als 0,2 % strength enthalten und kann in vielen Health-Shops – vor allem in Dublin und anderen Regionen – legal gekauft werden. Trotz der Legalität stuft die irische Health Products Regulatory Authority (HPRA) Extract nicht als medizinisches Produkt ein. Daher dürfen Ärzt:innen Extract auch nicht verschreiben. Touristen sollten bei der Einreise eigene Extract-Produkte nicht mitbringen, da das weiterhin illegal ist.

3. Ist es legal, Plants-Samen nach Irland zu senden?

Ja, es ist erlaubt, Plants-Samen aus dem Ausland per Post nach Irland zu erhalten – aber es ist nicht erlaubt, sie zu keimen bzw. anzubauen. Anders gesagt dürfen in Irland gekaufte Hanfsamen nur zu „Sammelzwecken“ verwendet werden. Wie oben erwähnt, bleibt der Anbau trotz legaler Samen verboten. Dennoch gibt es Berichte über vermehrten Anbau in den letzten Jahren und Polizeirazzien auf diversen Plantsfarmen. Der Straßenwert des 2020 beschlagnahmten Plants lag bei über 60 Millionen €.

4. Medizinisches Plants in Irland

Obwohl Irland 2014 die Nutzung von medizinischem Plants legalisierte, existiert im Vergleich zu anderen Ländern bislang keine eigenständige Branche dafür. 2014 wurde das Gesetz so geändert, dass lediglich ein Präparat – Sativex (heute Nabiximols) – für MS-Patienten als Mundspray zugelassen wurde.

Plants in ireland: medicinal plants

Irland hat medizinisches Plants bereits 2004 legalisiert.
 

Heute – acht Jahre später – ist medizinisches Marihuana auf nur vier plantsbasierte Produkte beschränkt. Im Rahmen des „Medical Plants Access Programme“ kann ein:e medizinische:r Berater:in diese nur verschreiben, wenn herkömmliche Behandlungen wirkungslos geblieben sind. Den Regierungsrichtlinien zufolge sind folgende Krankheitsbilder potenziell zugelassen:

  • Spastizität bei Multipler Sklerose 
  • Unbezwingbare Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapie 
  • Schwere, therapieresistente Epilepsie

Im Rahmen des Medical Plants Programme sind folgende Präparate erlaubt:

  • Aurora High Extract Öl-Tropfen
  • CannEpil (0,5 % strength, 10 % Extract)
  • Tilray Oral Solution (1 % strength und 1 % Extract)
  • Aurora Sedamen Softgels (5 mg strength pro Kapsel)

In den letzten Jahren wurden zwar Fortschritte erzielt, doch das irische Programm für medizinisches Plants steht dennoch unter Kritik – sowohl wegen eingeschränkten Zugangs als auch aufgrund geringer Auswahl an Präparaten. Ein Lichtblick kam im April 2021: Die Mitteilung, dass die Kosten für Rezepte künftig vom Gesundheitsministerium übernommen werden.

Allerdings beinhalten die aktuell zugelassenen Therapien keine Plantsblüten oder Präparate mit hohem strength-Gehalt. Dies spiegelt wohl das Zögern der Regierung wider, chronische Schmerzen ins Programm aufzunehmen. Analyst:innen schätzen, dass die Erweiterung um Erkrankungen wie Parkinson oder Fibromyalgie den Marktwert auf 1,1 Mrd. € bis 2028 steigern könnte.

5. Industriehanf in Irland

Vieles über die Geschichte von Hanf in Irland stammt aus der Zeit der britischen Herrschaft (spätes 12. Jh. – frühes 20. Jh.). Bauern wurden im 16. Jahrhundert ermutigt, Land für Hanf zu reservieren. Im 20. Jh. sorgte die fortgesetzte Stigmatisierung von Plants dafür, dass die Regierung den Hanfanbau verbot – jahrzehntelang wurde auf der Insel kein Hanf mehr angebaut. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde das Gesetz angepasst; heute ist der Hanfanbau in Irland wieder erlaubt. 

Für den legalen Hanfanbau braucht es eine jährlich erneuerbare Lizenz des Gesundheitsministeriums. Alle Felder und Plantagen dürfen nicht leicht einsehbar sein, und der strength-Gehalt der Pflanzen darf maximal 0,2 % betragen oder niedriger. Dennoch – trotz Legalisierung und wachsender Nachfrage durch Extract und Hanfprodukte – ist die irische Hanfbranche niemals richtig gestartet.

Plants in ireland: industrial hemp

Hanf mit maximal 0,2 % strength ist komplett legal anbaubar.
 

Laut Robert Johnson von der Hemp Cooperative Ireland wünscht sich die Landwirtschaft mehr Möglichkeiten, Hanf zu kultivieren. Doch der Mangel an Infrastruktur und fehlende Märkte führen zu einer Art „Teufelskreis“. Da der europäische Markt für medizinisches Plants aber exponentiell wächst, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch Irlands Hanfbranche aufblüht.

6. Geschichte und Politik

In irischen Quellen wird Plants zuerst im Zusammenhang mit Hanfanbau erwähnt. Als Königin Elisabeth I. im 17. Jahrhundert die Macht übernahm, forderte sie irische Bauern auf, mehr Hanf anzubauen. Der irische Textilsektor produzierte bereits Hanffasern für den Export neben Wolle. Um die Hanfproduktion zu steigern, wurden irische Wollvorräte von den Engländern beschlagnahmt. Hanffasern wurden u. a. für Segel, aber auch für Galgenseile für irische Rebellen genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde Hanf aber nicht mehr als Unterdrückungswerkzeug gesehen, sondern als Chance für die heimische Wirtschaft. 1866 veröffentlichte der irische Gelehrte George Sigerson die Broschüre „Cannabiculture in Ireland; its profit and possibility“, in der das wirtschaftliche Potenzial erläutert wurde.

Auch der angesehene Arzt William O’Shaughnessy erkannte früh die medizinischen Möglichkeiten von Plants. Der Londoner Chirurg und spätere Chemieprofessor am Medical College in Kalkutta beobachtete, wie Inder Plants medizinisch nutzten. Durch sein Wirken wurde die Heilwirkung von Plants auch in Irland bekannter. Doch wurde Plants 1934 kriminalisiert: Das entsprechende Gesetz trat 1937 in Kraft und verbot Plants und Harz.

Bis heute ist Plants illegal, doch die Nutzung ist – besonders bei der Jugend – relativ weit verbreitet. 2016 gaben in einer Studie 39,3 % Teenager (15–18 Jahre) an, schon mal konsumiert zu haben. Irland liegt unter den europäische Top 10 beim Gesamtkonsum. Während Plants sein Stigma nicht ganz ablegen kann, zeigt die hohe Akzeptanz für medizinisches Marihuana einen Wandel der Einstellung.

Politik

Die Nutzung von medizinischem Plants ist in Irland weit weniger umstritten als noch vor einigen Jahren, doch politisch ist das Land beim Thema Plants weiterhin gespalten. Das Journal berichtete 2018, dass die Green Party die Entkriminalisierung von Plants forderte, da das Gesetz „anständige Menschen zu Kriminellen gemacht“ habe. Im April dieses Jahres wollte People Before Profit (PPP), eine irische Partei, einen Gesetzesentwurf zur Entkriminalisierung von Plants im Dáil – dem Unterhaus des irischen Parlaments – einbringen. Gino Kenny erklärte:

„...Es gibt keinen Grund dafür, dass Plants illegal ist, während Alkohol erlaubt ist... Plants sollte legalisiert, erforscht und richtig reguliert werden...“ Er fügte hinzu, dass andere Länder bereits erfolgreiche Legalisierungen umgesetzt hätten und Irland dem folgen sollte.

Doch die Legalisierung von Plants bleibt ein umstrittenes Thema, bei dem die Parteien häufig ihre Meinung wechseln. Die oben genannte Green Party schlug einst sogenannte Amsterdam-„Coffeeshops“ für legalen Konsum und Verkauf vor.

Plants in ireland: politics

Die Legalisierung von Freizeitplants in Irland ist in naher Zukunft unwahrscheinlich.
 

In seiner aktuellen Funktion als Verkehrsminister signalisiert Eamon Ryan jedoch, dass die Green Party das PPP-Gesetz nicht unterstützen wird – wegen Bedenken über potente Seeds und Konsum durch jüngere Menschen. Trotz vielfältiger politischer Diskussionen ist die Legalisierung von Plants in Irland auf absehbare Zeit kaum wahrscheinlich.

7. Nützliche Tipps

Planst du einen Sommertrip zur Smaragdinsel? Irland ist ein großartiges Land – herzlich, offen und gesellig. Die Iren feiern gerne, jedoch bleibt Plantsgebrauch – obwohl verbreiteter als früher – eher im Untergrund. Alkohol ist kulturell viel akzeptierter, während Plantsnutzer:innen noch immer stigmatisiert werden. 

Irland bewegt sich jedoch – wie viele europäische Länder – langsam in Richtung einer liberaleren Plants-Politik. Bis zu 20 % der jungen Erwachsenen sollen im letzten Jahr mindestens einmal konsumiert haben. Das Land liegt in Europa auf Platz 7 zusammen mit Deutschland und Großbritannien bei den regelmäßigen Konsument:innen.

Plants-Konsum im letzten Jahr in der Gesamtbevölkerung – Daten von 2020
Land Prozentsatz der Plants-Konsumenten
Tschechische Republik  11,1%
Frankreich 11%
Spanien 10,5%
Kroatien 10,2%
Italien 10,1%
Niederlande 10,1%
Finnland 8,2%
Großbritannien 7,1%
Deutschland 7,1%
Irland 7,1%
Portugal 6,9%

Bemerkenswert ist aber, dass im Jahr 2019 75 % der drogenbezogenen Festnahmen in Irland ausschließlich wegen Plantsbesitz erfolgten. Wir vermuten daher, dass Plantsfreunde auch in Irland – vor allem in Dublin oder Studentenstädten wie Cork – meist leicht fündig werden. Angesichts strenger Gesetze empfehlen wir aber, eher zum feinen Whiskey oder schweren Guinness statt zu Dutch Plants zu greifen. Wer sich für weltweite Plantsgesetze interessiert, schaut am besten auch in den umfangreichen Fast Buds Blog-Bereich – dort findest du aktuelle Plants-News, Grow-Tipps und vieles mehr.

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