Albanien erlaubt kommerziellen Anbau von medizinischem Plants und Hanf
Die albanische Regierung hat ihre Pläne bekannt gegeben, den Anbau, die Verarbeitung und den Verkauf von Plants und dessen Nebenprodukten zu therapeutischen und industriellen Zwecken zu legalisieren. Das Land plant außerdem, den Import und Export der Substanz zu erlauben. Der Gesetzentwurf, der das geplante Regulierungssystem beschreibt, war im Juni fertiggestellt, obwohl die Behörden bereits seit 2021 daran arbeiteten, mehrere lokale Expert*innen konsultierten und ähnliche Systeme in anderen Ländern untersuchten.
Mit seinem nahezu perfekten Klima für den Plantsanbau und der strategisch günstigen Lage in der Nähe des großen europäischen Marktes, erlebte Albanien eine Zunahme von organisierter Kriminalität, die Produktion und Vertrieb von Plants sowie Schmuggeloperationen kontrollierte. Obwohl die Regierung behauptet, in den letzten Jahren gegen kriminelle Banden vorgegangen zu sein, verpasst sie weiterhin die Gelegenheit, von einem wirtschaftlichen Aufschwung und einem Steuersegen zu profitieren, indem sie einen bisher kriminalisierten Sektor in die Legalität überführt.
Nur große Betreiber werden lizenziert
In Albanien gibt es Familien, die bereits seit mehreren Generationen Plants anbauen, doch es ist unklar, ob genau sie von der neuen Gesetzgebung profitieren werden. Dem Wortlaut des Gesetzentwurfs nach möchte die albanische Regierung, dass die zukünftige Branche von großen Unternehmen dominiert wird, die leichter zu überwachen sind. Um Plants im Land anzubauen, benötigt ein Unternehmen eine Lizenz, die 15 Jahre gültig ist und verlängert werden kann.

Die Lizenzen für Anbau in Lagerhallen, Gewächshäusern und auf offenen Feldern werden an jene Unternehmen vergeben, die die Mindestkapitalanforderungen erfüllen und medizinisches Plants auf einer Fläche von mindestens 5 und höchstens 10 Hektar anbauen können. Für Hanf berechtigt die Lizenz dazu, Felder bis zu 150 Hektar auszusäen. Die Mindestanzahl an Mitarbeitenden liegt bei 15 Personen, und der Antragsteller muss Fachkenntnisse im Plantsanbau nachweisen sowie einen detaillierten Geschäftsplan für Anbau, Ernte, Lagerung und Verarbeitung der Pflanzen vorlegen.
Strikte Regulierung vorgesehen
Das Kontrollorgan für die Branche wird eine neu eingerichtete Nationale Behörde für die Kontrolle und Überwachung des Anbaus und der Verarbeitung der Plantspflanze sein. Der neue Gesetzentwurf betont die Notwendigkeit, strenge Kennzeichnungs- und Nachverfolgungsregeln für die Pflanzen und deren Nebenprodukte in jeder Phase einzuführen. Das Gesetz wird außerdem jede Werbung für Plantsprodukte verbieten, die mehr als 0,2% strength enthalten. Unternehmen, die Plants anbauen möchten, können ab dem 1. Januar 2023 eine Lizenz beantragen.
Comments