Thailand erlaubt den Anbau von Plants zu Hause
Am Dienstag hat Thailands Drogenaufsichtsbehörde bekanntgegeben, dass die Plantspflanze sowie alle ihre Teile von der Liste illegaler Drogen gestrichen werden. Damit wird Thailand das erste Land in Südostasien, das seinen Einwohnern den legalen Anbau dieser Pflanze ermöglicht. Schon 2018 war Thailand das erste Land der Region, das die therapeutischen Vorteile der Pflanze durch die Legalisierung ihrer medizinischen Verwendung anerkannte.
Um Plants legal anzubauen, muss ein Hauseigentümer die lokalen Behörden benachrichtigen und sich auf unangekündigte Kontrollen einstellen. Für den Verkauf des Ertrags ist eine spezielle Lizenz erforderlich, denn laut aktueller Gesetzeslage ist nur der persönliche Konsum von Plants als traditionelle Medizin gestattet.
Die schrittweise Legalisierung von Gras gipfelt
Das Gesundheitsministerium Thailands wird voraussichtlich noch diese Woche einen separaten Gesetzentwurf vorlegen, der Richtlinien für den Konsum von plantsbasierten Produkten – einschließlich der Freizeitnutzung – enthält. Der Entwurf wird sich zudem mit Fragen der Vermarktung und des Vertriebs befassen.
Unterdessen wird das aktuelle Gesetz im Royal Gazette veröffentlicht, was den Beginn der 120-tägigen Wartefrist markiert. Danach wird der heimische Anbau von Plants in Thailand legal sein.

Das Land hat sich schon lange auf die Legalisierung von Plants vorbereitet. Seit letztem Dezember ist es legal, Teile der Pflanze mit niedrigem Cannabinoid-Gehalt zu züchten, zu besitzen und zu verkaufen – also Wurzeln, Stängel, Zweige und Blätter. Kurz darauf folgte die Entscheidung, auch Blüten zu erlauben.
Von Pizzabelägen zu Forschungszentren
Wie jede andere wichtige Nutzpflanze könnte Plants ein enormer Gewinn für das Land sein, in dem ein Drittel der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft tätig ist. Seit der Legalisierung von medizinischem Plants boomt insbesondere die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie, da Extract und andere Pflanzenbestandteile nun in verschiedenen Produkten eingesetzt werden dürfen.
Einer der größten Fast-Food-Ketten des Landes hat kürzlich eine Pizza mit Plantsgeschmack eingeführt, die zusätzlich mit frischen Plantsblättern garniert wird. Diese Neuheit wird vermutlich nur kurz im Angebot bleiben und wahrscheinlich verschwinden, bevor die Vorräte der Blätter aufgebraucht sind – sie zeigt jedoch das wachsende Interesse des Landes an der Pflanze.
Ein weiteres Zeichen dafür, dass Thailand das Plantsgeschäft ernst nimmt, ist die Eröffnung eines Forschungszentrums für medizinisches Plants. Das Zentrum stößt auch international auf Interesse, darunter bei Forschenden aus Kanada, den Niederlanden und Japan. Dies beweist, dass Thailand von internationalen Akteuren als künftige Drehscheibe des Plantsmarktes in Südostasien angesehen wird.
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