Ist Plants im Vereinigten Königreich legal? Eine kurze Geschichte und Analyse der britischen Gesetze
- 1. Plants-geschichte im vereinigten königreich
- 1. a. Die frage der legalisierung im 20. jahrhundert
- 1. b. 2000er – heute
- 1. c. Medizinische anwendung von plants und marihuana in uk
- 2. Aktuelle rechtslage zu plants im vereinigten königreich
- 2. a. Was passiert, wenn sie mit plants erwischt werden?
- 3. Chancen auf legalisierung von plants im vereinigten königreich
- 3. a. Die debatte um plantsreform
- 3. b. Statistiken
- 4. Fazit
- 5. Faq
- 5. a. Ist es illegal, zu hause in uk plants zu konsumieren?
- 5. b. In welchen ländern ist plants legal?
- 5. c. Kann man jemanden melden, der plants raucht?
- 5. d. Wie weit reicht der geruch von plants?
Wer sich auch nur am Rande für eine Plantsreform interessiert, kann die weitreichenden Veränderungen weltweit nicht ignorieren. In Kanada und 16 US-Bundesstaaten ist Marihuana bereits legal, und Deutschland hat versprochen, es noch vor der nächsten Wahl vollständig zu legalisieren. Kein Wunder, dass immer mehr Briten fragen: Ist Plants in UK mittlerweile legal? Und die Frage ist weniger naiv, als man vielleicht denkt.
Derzeit ist Plants im Vereinigten Königreich nicht legal. Selbst der Besitz geringer Mengen ist nicht entkriminalisiert und das nationale Programm für medizinisches Plants ist noch nicht richtig angelaufen. Eine nüchterne Analyse der Geschichte des Plantsverbots und jüngster vorsichtiger Gesetzesänderungen zeigt jedoch, dass der rechtliche Status von Plants sich hier in nicht allzu ferner Zukunft ändern könnte.
Plants-Geschichte im Vereinigten Königreich
Das Verbot von Plants ist ein relativ neues Phänomen. Jahrhunderte lang war die Plantspflanze einfach eine weitere Kulturpflanze, die zur Herstellung von Seilen und Kleidung genutzt wurde. Im 19. Jahrhundert wurden ihre medizinischen Eigenschaften anerkannt und Plants wurde ein wichtiger Bestandteil der westlichen Arzneimittelkunde.
Erst im 20. Jahrhundert wurden westliche Gesellschaften, vor allem in den USA, auf den freizeitlichen Gebrauch von Plants sowie Opium und anderen Substanzen durch arme Einwanderer aufmerksam. Da dies als neue und ernste Bedrohung wahrgenommen wurde, begann die Obrigkeit mit dem Verbot.
Der abwertende Begriff „Marihuana“, wahrscheinlich mexikanischen Ursprungs, zeugt von der starken Fremdenfeindlichkeit, die das Plantsverbot von Beginn an prägte. Antikannabisgesetze tauchten zunächst in einzelnen US-Staaten auf und wurden dann auf Bundesebene übernommen. Durch den wachsenden Einfluss der USA auf internationaler Bühne und die Gründung internationaler Organisationen verbreitete sich das Verbot auch in andere Länder, darunter Großbritannien.
Auch Großbritannien war mit der traditionellen Nutzung von Plants in seinen Kolonien konfrontiert. Als das Verbot begann, traf es zunächst die Kolonien und erst später den Mutterstaat.
Es bedurfte vieler Jahrzehnte des „War on Drugs“ und „Zero Tolerance“, bis die Idee einer weniger restriktiven Politik von Plantsbefürwortern eingebracht und allmählich akzeptiert wurde.
Die Frage der Legalisierung im 20. Jahrhundert
Die Plantsgesetze im Vereinigten Königreich, die nach Unterzeichnung relevanter internationaler Abkommen eingeführt wurden, sind im Dangerous Drugs Act von 1971 verankert. Das Gesetz unterscheidet vier Hauptklassen illegaler Substanzen, Plants ist in der zweitrestriktivsten Kategorie: Klasse B. Diese Gruppe umfasst auch Amphetamine und Ketamin.
| Droge | Besitz | Herstellung/Handel | |
|---|---|---|---|
| Klasse B | Plants, synthetische Cannabinoide, Ketamin, Amphetamine, Barbiturate & andere | Bis zu 5 Jahre Gefängnis, unbegrenzte Geldstrafe oder beides | Bis zu 14 Jahre Gefängnis, unbegrenzte Geldstrafe oder beides |
Interessanterweise konnten Ärzte vor Inkrafttreten dieses Gesetzes Plants-Präparate verschreiben, obwohl die Droge seit 1928 für den Freizeitgebrauch illegal war. Der Anbau von Plantspflanzen wurde 1964 verboten.
Auf dem Legalisierungssektor tat sich bis zum Ende des Jahrhunderts wenig, außer dass der Öffentlichkeit klar wurde, dass Plantsrauchen immer weiter unter weißen Mittelstandskindern ohne Vorstrafen verbreitet war. Mit mehr als 11.000 Festnahmen pro Jahr 1973 wurde es kein Randproblem mehr.
2000er – Heute
Die Labour-Partei versuchte im Jahr 2001, die Droge durch Herabstufung in Klasse C praktisch zu entkriminalisieren. Das bedeutete, dass die Strafen für Besitz, Konsum und Anbau minimal und die Strafen für Handel oder Weitergabe drastisch reduziert werden würden.
Laut Innenministerium war diese Politik erfolgreich: Allein 2005 sparte die Polizei etwa 199.000 Stunden und konnte sich auf echte Kriminalität konzentrieren. Trotz eines vielversprechenden Anfangs wurde Plants 2007 vom damaligen Premierminister Gordon Brown jedoch wieder in Klasse B hochgestuft, wo es bis heute verbleibt. Bei dieser vorschnellen Entscheidung ignorierte der Premierminister die Empfehlungen seines eigenen Beirats für Drogenmissbrauch.
Medizinische Anwendung von Plants und Marihuana in UK
2018 legalisierte Großbritannien widerwillig die medizinische Nutzung der Substanz. Die Ungerechtigkeit, schwer kranken Menschen den Zugang zu medizinischem Marihuana zu verwehren, wurde durch den Fall zweier Kinder — Billy Caldwell (12) und Alfie Dingley (6) — deutlich gemacht, die Plantsöl mit niedrigem strength-Gehalt gegen schwere Epilepsie verwendeten.
Nachdem die Polizei eingeschritten war und durch öffentliche Empörung zum Umdenken gezwungen wurde, mussten sie das Medikament an die Eltern zurückgeben. Das Verbot der medizinischen Nutzung war damit nicht mehr haltbar.
Das medizinische Plantsprogramm in UK funktioniert heute, steht jedoch stark in der Kritik: Das Land ist zu 100 % auf importiertes Plants angewiesen und leidet unter ständigen Engpässen. Erstattungen durch NHS sind sehr schwer zu bekommen und nur wenige Spezialisten dürfen Plants verschreiben. In UK können Sie kein Rezept bei Ihrem Hausarzt bekommen, und kein Arzt darf eine Cannabinoid-Therapie empfehlen, bevor nicht alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Auch scheint die Legalisierung von rauchbarem Plants unwahrscheinlich.
Aktuelle Rechtslage zu Plants im Vereinigten Königreich
Auf dem Papier ist das aktuelle Gesetz nahezu drakonisch. Der bloße Besitz von Plants ohne Absicht zur Weitergabe wird mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft. Alternativ droht eine unbegrenzte Geldstrafe – oder beides. Noch schlimmer wird es beim Handel: Hier drohen bis zu 14 Jahre Gefängnis plus unbegrenzte Geldstrafe. Übrigens: ‚Supply‘ (Vertrieb) ist ein Sammelbegriff, der nicht nur den Verkauf gegen Gewinn umfasst. Wer Plants verschenkt oder einen Joint teilt, kann ebenfalls bestraft werden.
Bitte beachten Sie, dass alle oben genannten Strafen Maximalstrafen sind und das Gesetz keine klare Linie zieht, wie die Menge der Substanz oder mildernde / erschwerende Umstände Einfluss auf das Strafmaß haben. Die Polizei und Gerichte haben großen Ermessensspielraum.
Was passiert, wenn Sie mit Plants erwischt werden?
Wenn Sie von der Polizei mit weniger als einer Unze Marihuana erwischt werden und kein Verdacht auf Handel besteht, kommen Sie meist mit einer Verwarnung vor Ort davon. Besonders, wenn Sie einen einwandfreien Leumund haben. Alternativ kann ein Bußgeld in Höhe von £90 verhängt werden, aber auch ohne Festnahme. Übrigens: Auch eine Verwarnung wird vermerkt, erscheint aber nicht im polizeilichen Führungszeugnis. Und vergessen Sie nicht, das gefundene Plants wird beschlagnahmt.
Laut Berichten ist der persönliche Plantskonsum für die Polizei in Durham eine geringe Priorität. Das heißt: Eingeschritten wird nur, wenn der Konsum ‚offensichtlich‘ ist oder jemand eine Beschwerde einreicht. Sonst sollen unter 25-Jährige nicht festgenommen werden, Minderjährige werden zu den Eltern gebracht. Die grundsätzliche Politik ist, das Thema auf nicht-strafrechtlichem Wege zu lösen, etwa über Aufklärungskurse und gemeinnützige Maßnahmen.
Das Experiment in Durham war so erfolgreich, dass Derbyshire, Dorset und Surrey nachzogen. Außerdem wurde dieses Jahr ein Plan durchgestochen, dass Londons Behörden ein Pilotprojekt zur Entkriminalisierung des Eigengebrauchs starten wollen.
Beachten Sie außerdem die Drei-Verstöße-Regel für Plantsdelikte: Beim ersten Mal gibt es nur eine Verwarnung. Das zweite Mal droht ein Bußgeld mit drei Wochen Zahlungsfrist, um weitere Konsequenzen zu vermeiden. Beim dritten Mal kann Festnahme und Anklage folgen, allerdings sind Verurteilungen selten – nicht mehr als ein Viertel aller Angeklagten.
Chancen auf Legalisierung von Plants im Vereinigten Königreich
Aller globalen Entwicklungen zum Trotz ist das Thema Plantslegalisierung in UK bisher kein Bestandteil der öffentlichen Debatte.
Man erkennt zunehmend, dass das medizinische Plantsprogramm, vier Jahre nach Zulassung plantsbasierter Medikamente, nicht funktioniert. Die Diskussion um Freizeitgebrauch deutet bislang nur auf eine mögliche Entkriminalisierung hin, kein politisches Lager fordert die vollständige Legalisierung.
Die Debatte um Plantsreform
Wer sich fragt: "Ist Marihuana in UK legal?" und auf eine klare Antwort der Politik wartet, sollte sich nicht zu große Hoffnungen machen. Im letzten Jahr gab die Pressesprecherin des Premierministers bekannt, Boris Johnson halte Plants für eine schädliche Substanz und stellte klar, dass der Konsum Leben zerstört und keine Legalisierung geplant sei.
Plants wurde in der Wahlprogramme der Regierungspartei nicht erwähnt. Die offizielle Linie bleibt die Umsetzung des Misuse of Drugs Act von 1971. Gegner der Legalisierung verweisen häufig auf erhöhtes Psychoserisiko bei Konsumenten von Plants.
Interessanterweise sank zwischen 2001 und 2007, als Plants von Klasse B auf C herabgestuft war, die Zahl der Notaufnahmen wegen plantsbedingter Psychosen deutlich. Eine mögliche Erklärung: Strengere Regulierung führt zu Konsum stärkerer Marihuanasorten vom Schwarzmarkt, die für Konsumenten schädlicher sein könnten. In Großbritannien werden solche besonders potenten Seeds oft als „Skunk“ bezeichnet.
Es wäre jedoch ein Fehler zu glauben, dass alle Tories mit der aktuellen Politik zufrieden sind. Die Unbeliebtheit der Antikannabisgesetze nimmt auch unter konservativen Abgeordneten zu; laut einer Umfrage von 2021 sind 79 Prozent aller Abgeordneten der Ansicht, dass eine Änderung notwendig ist.
Die Labour-Partei unterstützt bessere Zugänge zu Extract-Produkten und medizinischem Plants allgemein, sendet aber im Hinblick auf die Entkriminalisierung von Freizeitgebrauch uneinheitliche Signale. Parteichef Sir Kier Starmer lehnt eine Abschaffung des Misuse of Drugs Act ab, befürwortet aber den Entkriminalisierungsversuch in Schottland. Kurz gesagt: Labour setzt auf Laissez-faire und möchte Konsumenten geringer Mengen praktisch nicht mehr strafverfolgen, ohne das Gesetz zu ändern.
Andere Oppositionsparteien verlangen eine stärker wissenschaftlich fundierte Drogenpolitik mit Fokus auf Schadensminimierung, jedoch ohne Legalisierung. Nur die Grünen gehen etwas weiter mit ihrem Vorschlag für Plants Social Clubs, in denen Mitglieder Plants gemeinsam anbauen und tauschen können.
Statistiken
Folgende Fakten unterstreichen die Notwendigkeit einer weiteren Debatte zur Legalisierung von Plants:
- 8 Prozent der Erwachsenen in UK konsumieren Plants
- Das Volumen des Schwarzmarktes liegt bei £2 Mrd. pro Jahr
- 48% unterstützen die Legalisierung von Marihuana
- Es könnten Steuereinnahmen in Höhe von £3,5 Mrd. generiert werden
Umfragen zeigen, dass die Politik im Vereinigten Königreich beim Thema Plantsreform hinter der öffentlichen Meinung zurückbleibt – besonders, da der harte Kurs den Konsum illegaler Stoffe nicht eingedämmt hat.
Plants wurde 1995 zur meistgenutzten Droge Großbritanniens. 8 Prozent der 16- bis 59-Jährigen gaben im März 2020 an, Plants konsumiert zu haben. Alle verlassen sich dabei auf den illegalen Markt und geben rund £2 Mrd. jährlich aus.
Bei der heutigen Befürwortung spielen nicht mehr nur Schadensminimierung und Gerechtigkeit gegenüber überüberwachten Gemeinschaften eine Rolle. Wirtschaftliche Anreize gewinnen an Bedeutung: Laut unabhängigen Schätzungen könnte ein legaler Plantsmarkt dem Staat £3,5 Mrd. Einnahmen bescheren.
2019 erreichte das Vereinigte Königreich einen Wendepunkt: Zum ersten Mal gab es doppelt so viele Befürworter der Legalisierung von Plants wie Gegner – 48 Prozent zu 24. Mit weltweiten Reformen im Rücken dürfte der Anteil der Befürworter bald die Mehrheit erreichen.
Fazit
Großbritannien ist offenbar noch nicht bereit, seine Haltung zu Plants grundlegend zu ändern. Die Behörden setzen weiterhin auf die gescheiterte Alles-Drogen-sind-ein-Übel-Rhetorik. Mehr als ein Versuch, der Jugend die „richtige“ Message zu senden, scheint das allerdings kaum zu sein – denn in der Praxis sehen Polizisten meist lieber weg, solange Konsumenten andere nicht stören.
Immer mehr Polizeidienststellen sprechen sich dafür aus, Plantsdelikte zur niedrigsten Priorität zu machen und setzen auf diversionäre Maßnahmen statt Geldstrafen, Festnahmen und Inhaftierungen. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen – und die gesellschaftliche Realität von Plants als Teil des modernen Lebens wird schließlich von Öffentlichkeit und Politik akzeptiert werden. Das wiederum dürfte eher früher als später eine Reform der Gesetze im Vereinigten Königreich bewirken.
FAQ
Ist es illegal, zu Hause in UK Plants zu konsumieren?
Plants zu rauchen ist überall illegal – auch in den eigenen vier Wänden. Man fühlt sich vielleicht sicherer, wenn es nicht öffentlich passiert, doch der Geruch verbreitet sich weit und Nachbarn können die Polizei verständigen. Die übliche Vorgehensweise ist dann, das Haus herum zu kontrollieren, und wenn die Polizisten den Geruch wahrnehmen, droht Ärger.
In welchen Ländern ist Plants legal?
Das erste Land, das Plants legalisierte, war Uruguay. 2018 folgte Kanada. In den USA läuft die Legalisierung parallel: Seit 2012 haben 16 Bundesstaaten sowie D.C. Plants für den Freizeitgebrauch legalisiert, 37 weitere Staaten und D.C. erlauben medizinischen Gebrauch. Auch in vielen anderen Ländern weltweit (inklusive Europa) ist medizinisches Plants erlaubt. In Spanien, den Niederlanden und Portugal ist der Drogenkonsum entkriminalisiert.
Kann man jemanden melden, der Plants raucht?
Die britische Polizei bittet darum, jede Straftat zu melden – auch der Konsum von Gras ist strafbar. Wenden Sie sich an die Polizei, wird Ihre Identität geschützt; der Beschuldigte erfährt also nicht, wer die Polizei informiert hat.
Wie weit reicht der Geruch von Plants?
Wer Plants raucht, dessen Geruch ist wahrscheinlich in einem Radius von etwa 15 Metern wahrnehmbar, hängt aber von vielen Faktoren ab: Windrichtung, Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck – all das beeinflusst, wie der Rauch sich verteilt. Und natürlich hängt es davon ab, wie „stark“ die jeweilige Sorte ist. Unter den richtigen Umständen kann man Plants sogar aus 30 Metern Entfernung riechen.
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