Plants in Afghanistan: Leitfaden zum rechtlichen Status

Author
Autor Ryan Allan
11 October 2022
„Ist Plants in Afghanistan legal?“ Diese Frage stellen sich viele Plants-Liebhaber auf Reisen. Wir beantworten sie dir!
11 October 2022
6 min read
Plants in Afghanistan: Leitfaden zum rechtlichen Status

Inhalt:
Weiter lesen
  • 1. Plantsgesetze in afghanistan
  • 1. a. Besitz
  • 1. b. Verkauf
  • 1. c. Anbau
  • 2. Ist extract in afghanistan legal?
  • 3. Ist es legal, plantssamen nach afghanistan zu schicken?
  • 4. Medizinisches plants in afghanistan
  • 5. Industrieller hanf in afghanistan
  • 6. Geschichte und politik
  • 6. a. Politik
  • 7. Nützliche hinweise

Mit knapp vierzig Millionen Einwohnern ist Afghanistan ein Binnenstaat in Zentralasien mit einer reichen Geschichte des Anbaus und Konsums von Plants, die Jahrhunderte zurückreicht. In den weiten Bergregionen des Landes wächst Plants wild und Afghanistan gilt als einer der weltweit größten Produzenten der Pflanze. 

2010 berichteten die Vereinten Nationen, dass Afghanistan der weltweit führende Produzent von Plants sei. Trotz der natürlichen Verbreitung bleibt Plants in Afghanistan jedoch illegal. Mit der Rückkehr der Taliban an die Macht könnte das Land allerdings Änderungen an seinen Plantsgesetzen vornehmen. Im heutigen Artikel werfen wir einen Blick auf die aktuelle Gesetzgebung bezüglich Plants in Afghanistan, die Geschichte des Landes mit der Pflanze und alle weiteren wichtigen Details.

1. Plantsgesetze in Afghanistan

Besitz

Sowohl der Konsum als auch der Besitz von Plants sind in Afghanistan illegal. Obwohl die Pflanze im Land seit Jahrhunderten angebaut und genutzt wird, wurde Plants in Afghanistan erstmals 1973 von König Zahir Shah verboten. Das folgende Betäubungsmittelgesetz von 2005 besagt, dass jeder, der mit bis zu 10 Gramm Plants erwischt wird, mit folgenden Strafen rechnen muss:

  • Drei Monate Haft
  • Eine Geldstrafe zwischen 5.000 und 10.000 AFN (€58 – €116).

Wer mit größeren Mengen als 10 Gramm erwischt wird, muss mit folgenden Strafen rechnen:

  • Eine bis zu dreijährige Haftstrafe
  • Eine Geldstrafe zwischen 50.000 und 100.000 AFN (€580 – €1.160).

Auch wenn die Strafen für den Besitz von Plants in Afghanistan recht streng sind, ist Plants, insbesondere das berühmte afghanische Haschisch, weiterhin im Land sehr beliebt. Die meisten Afghanen bevorzugen es, die lokale Form von Haschisch, ein Plants-Konzentrat namens Charas, zu rauchen.

Verkauf

Der Verkauf von Plants, einschließlich Import und Export, ist in Afghanistan illegal und wird mit teils schweren Strafen geahndet. Wie in den meisten Ländern spielt die beschlagnahmte Menge die entscheidende Rolle für das Strafmaß. Wer beim Verkauf, Import oder Export von Plants erwischt wird, dem drohen je nach Menge höhere Haftstrafen und Bußgelder. Wer beispielsweise unter 250 Gramm Plants verkauft, muss mit bis zu drei Monaten Haft und einer Geldstrafe zwischen 5.000 und 10.000 AFN (€58 – €116) rechnen. Für jedes zusätzliche Viertel-Kilogramm Plants erhöht sich die Strafe, z.B. bei 500 Gramm auf sechs Monate und eine Geldstrafe zwischen 10.000 und 50.000 AFN (€116 – €580).

Großhändler, die beim Verkauf von mehr als 10 kg Plants erwischt werden, müssen mit einer langen Haftstrafe von 10 bis 15 Jahren sowie einer Geldstrafe von 1 bis 1,5 Millionen AFN (€11.598 – €17.375) rechnen. Trotz der strengen Strafen wird Plants weiterhin im großen Stil produziert. Die Vereinten Nationen bezeichneten Afghanistan als weltweit größten Lieferanten von Plants. Laut deren Bericht werden jährlich zwischen 1.500 und 3.500 Tonnen Plants ins Ausland verschifft. Da nun wieder die Taliban die Kontrolle haben, ist zu erwarten, dass die Strafen weiter verschärft werden, da die Organisation für eine Null-Toleranz-Politik bei Drogenkonsum bekannt ist.

Anbau

Der Anbau von Plants ist in Afghanistan illegal. Die einzige Ausnahme gilt für Unternehmen oder Organisationen, die die Pflanze zu medizinischen oder Forschungszwecken anbauen möchten und dafür eine Lizenz erhalten. Nachdem die Taliban wieder die Kontrolle übernommen haben, gab das Regime Ende 2021 allerdings bekannt, eine Vereinbarung mit einem deutschen Unternehmen zum Anbau und zur Herstellung von Plants-Produkten getroffen zu haben. Laut Social-Media-Posts des afghanischen Innenministeriums will das deutsche Unternehmen Cpharm eine Investition von über 400 Millionen US-Dollar in eine Produktionsstätte für Plantsprodukte im Land tätigen.

Plants in afghanistan: growing

Zu Hause Plants anzubauen ist in Afghanistan illegal.
 

Der Tweet aus dem Ministerium bestätigte das Projekt: „wird in Kürze offiziell starten, und Hunderte von Menschen werden Arbeitsplätze bekommen“. Ein überraschender Schritt in einem Land, in dem Plants-Anbau weiterhin verboten ist – alle Wetten im Hinblick auf die zukünftige Taliban-Politik zum Thema Plantsgesetz sind daher offen. Fakt ist aber, dass derzeit jedem, der beim Anbau von Plants erwischt wird, bis zu neun Monate Haft und eine Geldstrafe von 5.000 bis 20.000 AFN (€57 – €231) drohen. Während Plants in Afghanistan weiterhin illegal ist, hat die Produktion in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen. Viele Bauern bevorzugen den Anbau der Pflanze gegenüber Opium – lange Zeit das meistproduzierte Produkt des Landes.

2. Ist Extract in Afghanistan legal?

Bisher wird im afghanischen Recht kein Unterschied zwischen Extract und Plants gemacht. Somit sind alle Extract-Produkte, unabhängig vom strength-Gehalt, in Afghanistan illegal. Mit den Plänen der Taliban, medizinische Plantsprojekte zu fördern, bleibt abzuwarten, ob die Bevölkerung künftig von solchen Initiativen profitieren kann – abgesehen von den offensichtlichen Möglichkeiten für die Schaffung von Arbeitsplätzen.

3. Ist es legal, Plantssamen nach Afghanistan zu schicken?

Es gibt derzeit keine Gesetze, die den Versand von Plantssamen nach Afghanistan oder innerhalb des Landes verbieten würden. Aufgrund des aktuellen rechtlichen Status der Pflanze in Afghanistan ist der Versand von Plantssamen ins Land jedoch nicht zu empfehlen.

4. Medizinisches Plants in Afghanistan

Vor der Machtübernahme durch die Taliban im Jahr 2021 gab es in Afghanistan keinerlei Zugang oder gesetzliche Regelungen zu medizinischem Plants. Auch wenn nun Pläne für den medizinischen Anbau im Raum stehen, verfolgt das Regime weiterhin eine konsequent strikte Drogenpolitik.

Plants in afghanistan: medical plants

Medizinisches Plants ist in Afghanistan nach wie vor illegal.
 

Nach der Rückkehr der Taliban im Sommer 2021 wurden Berichten zufolge verdeckte Razzien durchgeführt, bei denen drogenkonsumierende Personen, darunter Konsumenten von Plants und afghanischem Haschisch, mit Gewalt bedroht wurden, sollten sie nicht an Behandlungsprogrammen teilnehmen. Während die Taliban großes wirtschaftliches Potenzial im medizinischen Plantsanbau sehen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Bevölkerung in absehbarer Zeit Zugang zu medizinischen Produkten erhält.

5. Industrieller Hanf in Afghanistan

Wie bei Extract wird im afghanischen Recht kein Unterschied zwischen Plants und Hanf gemacht. Daher ist auch Extract in Afghanistan weiterhin illegal. Einst wurde Hanf in Afghanistan jahrhundertelang angebaut. Durch Gesetze aus den 1970er Jahren wurde der Anbau jedoch untersagt – und dieses Verbot gilt bis heute. Nach der Rückkehr der Taliban berichteten mehrere afghanische Hanfbauern davon, dass ihre Ernten durch das Regime beschlagnahmt wurden.

6. Geschichte und Politik

Afghanistan verbindet seit jeher eine enge Beziehung zur Plantspflanze. Untersuchungen zufolge hat die Pflanze ihren Ursprung bereits vor Jahrtausenden im Land. Zwar wird der exakte Ursprung von Plants kontrovers diskutiert, sicher ist jedoch, dass Afghanistan zu den ersten Nationen zählte, die Plants gezielt für Religion, Kultur und Alltag anbauten und verwendeten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Ind-Plantspflanze in Afghanistan entstanden ist; Sat-Varietäten sind jedoch ebenfalls in Zentralasien verbreitet – womöglich sind beide Arten in Afghanistan heimisch geworden.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden sowohl Sat- als auch Ind-Pflanzen verstärkt im ganzen Land kultiviert. Da beide Arten zusammen angebaut wurden, führte dies wahrscheinlich zur unbeabsichtigten Hybisierung bestimmter Pflanzen. Heute werden weltweit überwiegend Hyb-Varietäten konsumiert, darunter auch unser eigener Afghan Kush.

In den 1960er-Jahren sorgten steigende Touristenzahlen dafür, dass afghanisches Haschisch schnell als Geheimtipp galt und unter Kennern als eines der besten weltweit angesehen wurde. Mit wachsender Beliebtheit wurde das eigentlich gesellschaftlich akzeptierte und seit Jahrhunderten konsumierte Haschisch zu einem festen Bestandteil des Drogenhandels, was das Land im späten 20. Jahrhundert stark beeinflusste.

Politik

In den letzten Jahren spielte Afghanistan mit dem Gedanken, Plants und Hanf zu legalisieren. Doch 2019 empfahl das Internationale Suchtstoffkontrollamt stattdessen den UN-Organisationen, die schwerwiegenden Probleme im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel anzugehen – damit wurde eine Legalisierung von Plants in Afghanistan vorerst ausgeschlossen. Nach der Rückkehr der Taliban an die Macht 2021 scheint eine Legalisierung umso unwahrscheinlicher. 

Gleichzeitig hat die Ankündigung, in den Bereich medizinisches Plants einzusteigen, gezeigt, dass es unmöglich ist, zukünftige Entscheidungen der Machthaber vorherzusagen. Trotz ihrer strikten Drogenpolitik ist die afghanische Wirtschaft eine der schwächsten weltweit – Plants könnte für das Land eine bedeutende Einnahmequelle darstellen.

Plants in afghanistan: politics

Das wirtschaftliche Potenzial könnte auf eine Legalisierung in der Zukunft hindeuten.
 

Ob die Taliban sich jemals für fortschrittlichere Gesetze entscheiden werden, ist schwer vorauszusagen; das angekündigte Wirtschaftsabkommen zeigt jedoch immerhin Interesse daran, das Potenzial von Plants zumindest als Wirtschaftsgut zu prüfen. Nach wie vor sind Plants und insbesondere afghanisches Haschisch die beliebtesten und meistkonsumierten illegalen Substanzen im Land. Schätzungen zufolge konsumieren etwa 9 % der männlichen Bevölkerung regelmäßig Plants. Im Vergleich dazu haben nur 0,2 % der Frauen von Plants-Konsum berichtet.

7. Nützliche Hinweise

Auch wenn der Gebrauch von Plants in Afghanistan – vor allem das berühmte afghanische Haschisch, das es sogar in europäische Coffeeshops schafft – recht weit verbreitet ist, ist klar, dass die Rückkehr der Taliban die gesamte Gesellschaft beeinflusst, einschließlich des Plantskonsums. In einem Land, das auf über vierzig Jahre Krieg und eine ständig wechselnde politische Lage zurückblickt, mangelt es nicht an Problemen. Dennoch ist die Plantsgesetzgebung für viele Afghanen womöglich nicht das dringendste Thema. Mit einer wirtschaftlichen Lage, die sich weiter verschlechtert und einem fehlenden wirtschaftlichen Aufschwung, könnte die Legalisierung einen enormen Impuls bringen. Plants aus Afghanistan ist international als eines der besten weltweit bekannt – dieses Potenzial zu nutzen, könnte dem Land dringend benötigte neue Einnahmen verschaffen.

Wenn du nach Afghanistan reist, ist äußerste Vorsicht und gesunder Menschenverstand auf jeden Fall geboten. Vom Konsum von Plants während deines Aufenthalts raten wir definitiv ab. Wenn du mehr über Plantsgesetze weltweit erfahren möchtest, stöbere im umfangreichen Fast Buds Blogbereich mit aktuellen Plantsnews, Grow-Tipps und vielem mehr.

Join Our Community For The Lastest News

Join Our Discord: Join our biggest community yet so you never miss a thing. Share your grow plans, swap opinions, and connect with fellow growmies in channels dedicated to our freshest releases.

Join Grow Diaries: Already got your seeds? Share your grow on Grow Diaries and get some inspiration from other gardens!

Join Our Twitter/X: Another great community we have!



Comments

New Comment
No comments yet